Mittwoch, 8. Januar 2014

Rükkehr des grünen Mannes

Es ist schon seltsam wie sich manche Wünsche über einen langen Zeitraum gesehen erfüllen, bzw. sich die Chancen ergeben. Ob das mit Veränderung automatisch zusammenhängt? Oder ob es mit der eigenen Bestimmung zusammenhängt? Oder den Weg für den man sich entschlossen hat?

Ich selbst wollte stets ein Mann des Waldes, ein Mann der Natur sein. Eine Art Druide der den Menschen die Wesen des Waldes auf spirituelle Weise näher bringt und gleichzeitig zeigt dass man auch nicht mehr zum Leben braucht als eine Ausgeglichene Lebensweise welche heute vielen, oder zumindest nicht wenigen fehlt.
Ich wollte immer jemand sein der den Geistern und dem Wald, der Natur als solches nahesteht ohne der eigenen Spezies abzusagen. Jemand der sich den Geistigen Reichen des Waldes, der Natur, im Inneren sowie im Aussen widmet und sich auch mit den Quellen unserer Herkunft unserer Seelen befasst. Der den Waldgeistern hilft und Menschen hilft auf diese Weise.

Ich stellte mir eine Jurte vor, die aussieht wie die Jurte eines Schamanen, oder so önlich zumindest. Trommel und Felle, Kerzen und Wandtücher, Gläser mit Pflanzen. Für Medizin und für Magie. Steine im inneren in verschidensten Farben und Düfte die die Jurte durchfluten und einen manchmal in Trance wiegen. Kein Schamane, aber eine Art Druide.
Alles in einer Gemeinschaft die entstehen wird. In der Funktion des Heilers, Seelsorgers und eine Art Priesters wenn man so viel. Naturspirituelle Zeremonien abhaltend und diese Gemeinschaft mit den Geistern des Ortes versöhnen. Als Mann eben das wahre Mannsein erlernen und als Lehrer weitergeben. Als Reikilehrer in Naturumgebung, andere Menschen in Reiki einstimmen und lehren.
Dies ist etwas, in dessen Rolle ich mich gut vorstellen kann und was ich denke ich tun soll. Mein Verstand sagt Nein. Mein Herz meint Ja. Doch auf was soll ich nun hören? Bisher hörte ich stets auf meinen Verstand und fürchtete die Zukunft, hing in der Vergangenheit fest. Bisher ohne die Motivation und Ambition all dies zu tun was ich will, stets am PC sitzend um mit mir selber innerlich zu kämpfen.

Ich möchte eine einfache Lebensweise. Auch wenn ich vieles was ich jetzt habe opfern muss und Entbehrungen machen muss, so weiss ich dass es nicht sie sind die mich am Leben halten. Die letzten Wochen weisen immer mehr darauf hin welchen Weg ich gehen soll und weisen mir nun wofür ich mich Entscheiden soll. Ob das die Vision ist nach der ich so lange suchte und wollte? Schließlich lernte ich, dass der Kontakt und Umgang mit den Geistern und dem Spirituellen längst nicht so spektakulär und pompös sein muss wie ichs mir erhoffte. Es kann, aber es ist sicher anstrengend für die Geister und Wesen dieser Welten. :) Und lästig :D

Ich habe nun die Chance mich der Vision eines anderen Menschen anzuschließen, welcher eine ökologisch-autarke spirituelle Lebensgemeinschaft ins Leben rufen will (und soll?). Ich habe das Gefühl, dass ich innerhalb dieser Vision meinen eigenen Traum verwirklichen kann. Ich werde alles was ich hier habe an Komfort und Priviliegien aufgeben und einen steinigen Weg begehen wo alles noch im DUnkeln liegt und unsicher ist. Man weiss nicht wie es ausgeht. Wird es unsere Erfüllung, oder wird es unser Untergang? Im Falle des Untergangs hoffe ich sehr, dass ich auf jene zählen kann die auch auf mich zählen und mich nicht stürzen lassen. Alles wird zur Erfahrung und alles wird mich weiterbringen. Ob dieses Projekt nun gelingt oder scheitert...

Ich würde gerne den Mut haben es auch so wie hier meiner Familie sagen zu können, damit sie die Chance haben zu verstehen. Und doch kann ich es nicht sagen, sondern nur machen. Aber wenn die Zeit kommt, so kommen auch diese Worte heraus....

Alles ein Ideal. Ideale sind gut. Und doch fehlt mir eines der ersten Dinge die meienr Empfindung nach zum männliche Göttlichen gehören, also der Urmännlichkeit sozusagen: Planungsfähigkeit.
Doch alles werde ich lernen.

Wie mir eins ein großes Wesen sagte nachdem ich sagte ich halte mich für unwürdig: "Dann wirst du würdig werden." Und schenkte mir sein Vertrauen.

Sonntag, 8. Dezember 2013

Kontrollbedürfniss?


Jeder hat ein gewisses Kontrollbedürfniss. Manche mehr und mache eben weniger. Ich beispielsweise weniger. Und was macht dies aus mir? Ich kann unbeschwerter im Inneren sein, gelassener. Aber auch deswegen weil ich das schon länger mache. Ich nehme nur da Kontrolle auf und übe sie aus, wo ich sie haben möchte, wo ich sie meiner Ansicht nach brauche. Aber wo man glaubt zu brauchen, ist nicht das gleiche wie wirklich wo man braucht. Ich lernte dass die Grenze zwischen Subjektiver Wahrnehmung und Objektiver "Naturrealität", meist sehr sehr dünn ist und gleichzeitig ist die "objektive Naturrealität" dessen was sein muss und was ist, unglaublich viel tiefer als man zuerst glaubt. Man denkt man sei schon tief runtergedrungen in sich Selbst und doch kommt man dann irgendwann an einem Punkt, einer Erkenntniss, welche eines aufzeigt: Dass man immernoch an der Oberfläche kratzt. Und plötzlich kann wie mit einem Röntgenblick kurz die unglaubliche Tiefe sehen die man noch zurücklegen kann. Aber das ist auch schon alles... man kann nur die Unendlichkeit des eigenen Ichs, oder besser: des eigenen Seins und was man ist erkennen. Aber nicht das eigene Sein und was dort ist. Denn von dem Punkt aus wo man schwebt, mitten in der Unendlichkeit, sieht man nur den Raum, sieht man nur eine Form der Leere. Aber diese Leere kann alles sein was man nicht kennt. Sie kann das sein was man sich gewünscht hat, aber auch wovor man sich fürchtet. Aber man kann sich gewiss sein dass sie immer eines ist: eine Überraschung.





OMG!!!














Denn vorher kann man immer nur ein paar Meter weit sehen und sich Schritt für Schritt die Tiefen aneigenen. Wie ein Taucher steigt man herab in diese Tiefen, gewappnet, im besten Fall mit einem starken Licht. Die Überraschung ist dann entweder ein Anglerfisch, eine Qualle, ein Wal, oder ein Spagetthimonster mit pinkem Zylinder. Man weiss es nie. Man kann nicht sofort selber wissen was in einem ist wenn man nicht taucht. Bleibt man oben kann man zwar noch den Himmel sehen, aber all die Wunder, all die Gräßlichkeiten und all die Schönheiten gehen einem womöglich verloren... also... nicht wirklich verloren in dem Sinne dass sie verschwinden... sondern in dem Sinn dass man sie niemals zu Gesicht und an die Trophäenwand bekommt. Es ist schon witzig wenn man scheinbar automatisch zu "wässrigen" Vergleichen und Bildern kommt... ist die Seele selbst doch als dem Wasserelement zugeschriebene bisher gedacht worden.

Und was hat das nun mit dem männlichen Kontrollbedürfniss zu tun? An diesem Punkt fange ich lieber mit Spekulationen an. Und bleiben wir noch bei mir als Beispiel.
Mein persönliches Abtauchen in die Tiefe kann auf jedenfall mit dem Wunsch nach Selbsterkenntniss betrachtet werden. Aber nicht allein das. Selbsterkenntniss empfinde ich als die Basis von innerer Macht, innerer Stärke und vor allem innerer Reife. Ideal: Allen gleichzeitig und gleichwertig. Kenne ich mich Selbst, am besten völlig, können die Manipulationen anderer nur wenig Macht über mich haben. Ich stärke hier erstmal sowas wie einen Panzer, was aber auch schnell bedeuten kann wenn nicht aufgepasst wird, dass auch konstruktive Kritik einen wenig berührt und dass dies vor allem ein Verminderung an Erkenntnissmöglichkeiten bedeutet. Man merkt schon: Es geht hier auch um Angst.

 Angst eigentlich das zu tun was andere wollen anstatt man selbst, Angst davor nicht das zu tun was man eigentlich soll, sondern für andere eben das tut was sie eigentlich sollen und so weiter... 
HYSTERIE!!!




















Das Kontrollbedürfniss mithilfe der Selbsterkenntniss zielt auf die Unabhängigkeit des eigenen Selbst ab. Ich will tun was ich will, am besten aber was ich hier auf Erden tun soll, anstatt was andere meinen ich tun solle. Ich möchte kein Spielball sein, keine Schachfigur egal welche es auch sein mag. Ich will kein König im Feld eines anderen sein. Ich will mein eigenes Feld, denn dann werde ich zum Feld. Und hier kommt es nun auf etwas anderes an. Nämlich darauf nicht den Fehler zu machen den scheinbar viele machen: Nämlich andere zu Figuren des eigenen Felds zu machen. Denn dann verhält man sich wie die anderen und Kontrolliert die anderen. Das Thema wovon man sich befreien wollte hat einen dann immernoch ergriffen, aber nur in anderer Form. Es ist nicht die eigentliche echte Befreiung in der objektiven Naturrealität, sondern es ist eine Subjektiv wahrgenommene Befreiung vorerst. Man meint an diesme Punkt schon tief getaucht zu sein, doch kommen jetzt die STrömungen der Tiefsee auf.Und man bemerkt es oft erstmal gar nicht! Das ist diese Linie von der ich weiter oben sprach.

So ist man denn nun an dem Punkt wo man das eigene Feld hat. Macht man den Fehler und besetzt die Positionen mit anderen, hat man das Thema der Befreiung und Kontrolle nicht bewältigt. Man lebt nur die andere Position aus... Doch wie eigentlich kommt man zu dem Punkt es nicht so zu tun? Die Frage stellt sich dann auf: War das erschaffen des eigenen Feldes denn richtig? Wenn man die Tiefen richtig verstanden hat kann man nur zu seinem Schluss kommen:
 


 Es war törricht.                            
 

Ein Feld in den Tiefen des eigenen Seins um der Fremdkontrolle zu entkommen? Wäre es nicht besser erst gar kein Feld zu haben? Und wenn man es nun fortgeschikt hat: Was bleibt dann noch?
Was dann noch bleibt ist wieder die Schwebe inmitten einer Subjektiv wahrgenommenen Unendlichkeit. Und dann... taucht man tiefer... man taucht und sucht weiter... vieleicht nach etwas was das Feld ersetzt. Vieleicht nach etwas, was einem eine neue Strömung zeigt. Oder aber etwas... vieleicht... eine Überraschung?


Cornflakes Überraschung von Cats Eye



;)

Sonntag, 24. November 2013

Dem Nichts entfliehen

Jaja... und so gehen die Tage dahin. Die Arbeit fordert und der Fluss der Zeit nagt an einem. Ich weiss nicht wie ich recht anfangen soll, denn eigentlich gibt es nichts anzufangen. Ich weiss eigentlich, dass eigentlich keiner Kommentare, oder von sich aus Zeichen sendet was einem anspornt und motiviert.

Und doch, wenn ich daran denke und die Klage stelle: "Keiner oder so gut wie niemand macht mal mir eine Freude...", dann kann man auch dann genausogut fragen: "Und wem hast du das letzte mal eine Freude gemacht?"
Ich denke nach und finde kaum etwas. Ich merke dann, dass ich immer mehr dahin rutsche die Schuld an meine Umwelt abzugeben, meiner eignen Verantwortung nicht nachkommend. Warum bin ich so zu mir? Was genau ist es denn nun womit ich mich selbst sabotiere? Wenn mein Wunsch erfüllt werden würde, würde ich dann wirklich anders handeln, würde ich dann motiviert sein?
Um mich selbst zu rechtfertigen, würde ich es bejahen. Aber leider sind solche Themen nie so oberflächlich zu lösen. Ich frage mich: "Was passiert danach? Nach der Erfüllung?". Das kann man letztlich nicht sagen. Aber wenn der Wunsch nicht die Lösung war, so wird dieser Wunsch zur Falle einer Gier, einer unersättlichen Leere, welche mich nicht loszulassen vermag.

So in etwa spricht mein Verstand zu mir.
Meine Gefühle lassen sich aber nicht abstreiten. Meine Gefühle wünschen sich so sehnlichst, dass von irgendwoher, irgendwer, irgendein Freund den ich kenne, mir eine Freude macht. Mir zeigt wieviel ich demjenigen bedeute, alsdass mir es immer "nur" gesagt wird. Ist dieses Gefühl schon ein Zeichen der Gier? Und wenn. Ist es dann falsch etwas Gierig zu sein und ein wenig mehr zu Verlangen als Zusagen und Worte? Ist eine Freundschaft dann noch wirklich was Wert wenn man etwas "Handfestes" möchte? Oder kommt es darauf an wieviel Wert dieses Handfeste hat...? Wieviel emotionalen Wert es hat auf den man sich in Zukuft stützen kann. Ist dieses Handfeste was man bekommt dann nicht das Symbol auf welches man sich stüzen will? Vieleicht will man ja in diesem Fall dieses bekommen um sich zu erinneren, was man für den anderen Wert ist. Es ist dann auch eigentlich egal was es dann ist, auch wenn es was kleines ist. Denn es ist der Beweis nach dem man sich sehnt: Ich denk an dich, ich habe dich nicht vergessen.
Und ist sowas dann wichtig für jemanden mit wenige Selbstwertgefühl? Oder trifft das die meisten gleichermaßen? Wen trifft es mehr und wen weniger? Wer hat mehr Grund so zu denken und wer weniger? Ist das wirklich so simpel?

Und doch spielt es dann keine Rolle mehr. Denn was am Ende ja doch bleibt sind die Gefühle der Dunkelheit und des Zurückgelassenseins. Es spielt dann auch keine Rolle, dass man es eigentlich besser wissen müsste. Dass man eigentlich vertrauen müsste. Und doch. Wenn diese Gefühle trotz allem überhand nehmen, spielen diese Gewissensfragen keine Rolle mehr.

Denn wenn niemand da ist, dann erschafft man sie sich selbst. Und man hört Stimmen im Kopf. Spricht mit Geistern. Wünscht sich Außerkörperliche Erfahrungen. Um den heimlichen Wunsch wegen bei seinen engsten Freunden sein zu können, auchwenn es nicht tröstet.

Ich sehne mich so sehr,
dass es schmerzt
Ich wünsche es mir so sehr,
dass ich mich selbst hasse
Ich suche so sehr,
dass ich erblinde
Verzweifle dann und suche
Nach dem suchend was ich im Aussen glaube,
meiner persönlichen Paranoia
Immer mit der Stimme im Kopf die mir sagt:
Deine Zeit wird schon bald kommen,
gedulde dich
Und ich gedulde mich
ein weiteres mal
Finde etwas,
abermals
Und hoffe
weiterhin

Ich habe noch so viele Fragen und Gedanken dazu. Aber alles hier niederzuschreiben würde ins Nichts führen. Vor dem ich eigentlich entfliehen will....

Montag, 18. November 2013

Ich erinnere mich an den Sternenhimmel

Ich erinnere mich noch genau an eine Zeit die voller Magie war. Man konnte des Nachts die Sterne am Himmel bewundern und funkeln sehen. Dies erfüllte mich mit Staunen, einem Gefühl der Demut... und einem Gefühl dass dort oben meine Heimat ist. Ich vermisse heute die Sterne sehr. Der Mond ist mein Trost, der Vollmond mein Balsam und doch ist heutzutage eines meiner größten Wünsche der, noch einmal einen klaren Sternenhimmel mit tausenden von fernen Sonnen betrachten zu können... mich darin zu verlieren. Damals konnte ich Stunden in den Himmel starren. Es wurde nie langweilig obwohl es so still war, so still...                                                   

Nichts störte diese Ruhe und diesen Anblick und jeder Mensch war mir willkommen. Willkommen mit mir zusammen die Sterne zu bewundern und noch den Formen der Bilder zu suchen. Ich dachte damals irgendwie, dass dort Geschichten drinnen sind, drinnen in diesen Bildern. Ich streckte meine Hände nach ihnen aus, versuchte sie zu erfassen. Sie beruhigten mich selbst wenn ich einsam war. Und gerade deswegen vermisse ich sie heute so sehr. Denn wenn kein Mensch für mich dort ist, so waren des Abends tausend Sterne und der Mond für mich da, mit ihnen fühlte ich mich nicht allein.
Die Bilder kannte ich damals nie beim Namen. Auch heute nicht wenn ich ihre Bilder in Büchern und im Internet sehe. Bilder von Bildern...                                                                                                                            

Doch war und ist es auch eigentlich nicht wichtig, wenn man sich nicht wissenschaftlich mit ihnen beschäftigt. Das was zählt ist dass man sich auf sie einlässt und IN in sich einlässt. Ja... man könnte sagen: Sie lehrten mich damals mein Herz zu öffnen und mich an scheinbar kleinen und fernen Dingen erfreuen zu können. Wenn ich heute in den Himmel blicke erinnere ich mich eben an diese Dinge die ich damals fühlte. Selbst in solchen Nächten erlebte ich warme Schauer. Wie als ob eine höhere Macht, ein größeres Bewusstsein als ich es bin in der Form in der ich bin, mich liebevoll umarmt und mich wissen lässt: Du bist nicht allein.
Manchmal da hauchte auch der ein oder andere Wind durch mein Haar und Gesicht. So frisch war er gewesen... und manchmal ist der Wind der Nacht es auch heute. Doch ohne die Sterne ist es nicht dasselbe. Kennt ihr dieses tiefe Gefühl dass etwas fehlt? Das Gefühl der Sehnsucht? Wenn ihr Nachts aus dem Fenster seht, suchend nach etwas...
                                                                              
Und doch gibt es heute etwas anderes. Oder... das gleiche? Ich wünsche mir keine Weisheit, ich wünsche mir die Erkenntniss und das Gefühl welches mir sagt: Deine tausend Sonnen, dein Sternenhimmel ist dir näher als du denkst, er befindet sich in dir, um dir herum. So sagt mir mein Gefühl, eine innere Stimme. Es gibt dann nichtsmehr wovor ich wirklich Angst haben müsste, oder besser gesagt: Es gibt viel weniger Gründe mir Angst zu machen.                                                         
Die Erinnerung lässt mich hoffen. Die Erinnerung an dem was ich fühlte lehrt mich es nicht zu vergessen. Immer und Immer wieder. Wenn ich des Nachts am Fenster stehe und schmerzerfüllt in den Himmel schaue dann tröstet es mich. Es tröstet mich zu wissen, dass die Sterne am Himmel zurückkehren werden, wenn ich meinen Sternenhimmel hier auf Erden gefunden habe und auf seinen Sternenstaubschneisen meinen Weg wandere.
Wenn dieser Tag kommt, dann werde ich wieder ganz sein. Jeder dem ein solcher Wunsch in Erfüllung geht wird wieder ganz sein. Ganz sicher... Doch bis dahin suche ich das funkeln des Himmels in mir und um mich herum. Träume von meiner Rückkehr zu den Sternen, woher ich komme. Und verbinde dann irgendwann die Sterne da oben, mit den Sternen hier unten. 


Mittwoch, 23. Oktober 2013

Es war einmal...

Es war einmal vor nicht allzu langer Zeit ein Mann, welcher hauste in einem Zelt, fern des fernsten Dorfes und zu Füßen eines königlichen Berges. Wolkenverhangen und Grünverhangen war der Berg und es schien auch stets auf Regen hinaus zu gehen. Doch dichter als die Nebelschleier dieses Berges war eines. Nämlich der Bart des Mannes weiß wie Schnee und länger noch als ein Mantel den man kennt. So denkt ihr euch sicherlich... dass der Mann im Zelt alt sei, alt wie der Berg. Auf jedenfall älter als ein Stein. Und so war es auch. Auch bleib sein Bart lang solang er noch lebte. An seinem Grabe erinnert ein Büschel seines Bartes daran, wie wunderprächtig sein haarige Gesichtstracht war... doch von Bärten und alten Männern allein will ich nicht erzählen, sondern von den Geschichten die er erlebte. Denn wisst ihr... dieser Mann lebte nicht immer und nur in seinem Zelt. Wandersam war er trotz des alters das er trug. Vieles hat er gesehen, vieles erlebt und noch mehr gelernt, wo man doch glaubt ein alter Mensch hat schon vieles gelernt...
Besonders lernte er die Wesen dieser Welt kennen. Jene die man mit nacktem Auge nicht sehen kann. Jene die man niemals erkennen kann, bleibt man steif im Geiste und starr im Herzen. Sie sind verbunden mit unserer Welt und leben zugleich in der ihren Welt. Es ist nicht so als könnten wir dies nicht, doch sollen wir dies nicht. Doch dies ist eine andere Geschichte.

So traf ich ihn einst, besuchte ihn in seinem Zelt. Draußen war es kalt und dunkel, herbstliche Nacht. Milde war sein Wesen, liebevoll sein Blick. Anders als man es denkt konnte er gut mit Fremden und so fragte ihn nach den Gründen warum er so leben wollte wie er es tat. Ich fragte ihn: "Alter Mann, sage mir. Sage mir was dich zu dem gemacht was du heute bist."
Er lächelte sanft, entfachte ein Feuer in der Mitte des Zeltes, Rauch stieg durch die Öffnung in der Zeltdecke und begann dann seine Geschichten zu erzählen. Seine Worte, verschlungen von der Dunkelheit über uns, hallten in mir wieder. Zu uns gesellten sich die Sterne, tausend Stück allein in meinem Blick. Die erste Geschichte begann...

Mittwoch, 21. August 2013

Zurück zum Urgrund

Wann ist ein Mensch wertvoll?
Immer?

Ich lebte bisher so, dass ich dieses Gefühl brauchte wertvoll zu sein. Besonders zu sein. Doch für wen? Ich dachte immer bisher, ich mache es für mich, ich glaubte immer und glaube irgendwie immernoch, dass nur andere mir dieses Gefühl geben können. Ich habe es nie offen gesagt.
Doch wann braucht man dieses Gefühl? Oder...: Wann entsteht für einen persönlich die Notwendigkeit aussen nach diesem Gefühl zu suchen. Wann sucht man nach der Bestätigung: "Ja, du bist etwas besonderes." Wenn ich in den Dingen um mich hineinfühle, in das banalste Ding, so entpuppt sich dahinter ein Tor zu etwas wundervoll tiefem. Zu einer verborgenen Natur, zum ursprung und zur Allverbundenheit. So würde ich es beschreiben. Dann will ich nichtmehr bestätigt werden, denn ich bin. Denn ich lebe und gebe schon allein dadurch dass ich da bin meinen Teil. Für diese Allverbundenheit brauche ich nichts zu tun, ausser mich ihr bewusst hinzugeben. Sie zu fühlen und zu spüren. Alle Sorgen, alle Schmerzen vergehen für diesen Augenblick. Man macht sich nicht Unabhängig dadurch dass man sich hiermit verbindet. Unabhängig sind wir schon seit dem Punkt, seit dem wir nichtmehr dieser Verbindung nachfühlen und sie bewusst spüren. Wir machen uns nur unabhängig von anderen Menschen was die Bestätigung angeht.
Denn wenn man das spürt, dann braucht man keine Bestätigung für sich und seinen Wert in der Welt. Egal wieviel man nicht geschafft hat zu leisten (nach unseren westlichen Normen der Gesellschaft), man schafft immer etwas in dieser Hingabe, was vielen inzwischen ein Rätsel ist. Es ist nicht wichtig wieviel Geld man scheffelt, was man besitzt, was man vorzuweisen hat, was man alles richtig gemacht hat. Es ist dann auch nicht wichtig, wieviele Fehler man gemacht hat. Denn an diesem Punkt des Zweifels, der aus der Verdrängung hervorgebrochenen Reue Dinge nicht getan zu haben, oder nicht so gemacht zu haben oder anders. Die Rolle die man im Großen und Ganzem hat, wird niemals durch menschliche Einschätzung, Wertschätzung oder Herabschätzung verändert werden können.
Man sollte deswegen aber auch nicht nie etwas machen und tun aus diesem Grund. Denn sowas führt zur Apathie, Lethargie, Depressionen und Stagnation. Und das ist nie ein Zeichen Seelischer Gesundheit. Ich spreche aus Erfahrung... Faulheit wird schnell zur Verwesung. Und das ist Ernstzunehmen.

Doch... das Gegenteil davon ist auch nicht im Sinne seelischer Gesundheit. Denn Extremen werden stets durch einen Antrieb angetrieben, der durch ein eigenes innere Vakuum erzeugt wird. Doch.... dieses Vakuum zieht dann die Dinge an und verbrennt sie als Brennstoff. Ein gefährlicher Antrieb. Ein falscher Antrieb. Extremen sind nie die Lösung. Extremen sind eher (oder immer?) ein Symptom für dieses Vakuum. Und dieses Vakuum lässt sich nur dadurch füllen, indem in sich fühlt und erkennt was wirklich nötig ist. Dass eben die Werte und Normen die von aussen herangetragen wurden nur am Anfang des Menschenlebens von gebrauch waren und dass sie nun losgelassen werden müssen. Losgelassen.... wertlos sind sie nicht, denn sie sind Teil der eigenen Vergangenheit. Die Vergangenheit erzählt von unseren Erfahrungen, Erlebnissen, Krisen... sie ist unsere Geschichte und niemals unwichtig. Auchwenn die Gegenwart das wichtigste eigentlich ist...

Lasse mich dir eines sagen...
Solange du keinen ernsten schaden an anderen tust,
Ist es nicht wichtig:

Es ist nicht wichtig was du arbeitest.
Es ist nicht wichtig wieviel du besitzt.
Es ist nicht wichtig woher du kommst.
Es ist nicht wichtig welche Fehler du begangen hast,
sondern was du aus ihnen gelernt hast
Es ist nicht wichtig dass du Makel hast
Es ist nicht wichtig perfekt zu sein
Es ist nicht wichtig stets anderen Wünschen zu entsprechen
Es ist nicht wichtig was andere von dir denken
Es ist nicht wichtig was in Mode ist
Es ist nicht wichtig was angesagt ist
Es ist nicht wichtig was du für Musik hörst
Es ist nicht wichtig wie du dich kleidest
Es ist nicht wichtig dass du Erfolgreich bist
Es ist nicht wichtig was du tust
Es ist nicht wichtig nach Bestätigung zu suchen
Es ist nicht wichtig überhaupt nach etwas zu suchen
Es ist nicht wichtig woran du glaubst
Es ist nicht wichtig ob du Abhängig bist
Abhängig warst....
Es ist nicht wichtig alles zu wissen
Es ist nicht wichtig immer eine Meinung haben zu müssen
Es ist nicht wichtig mit der (Mode-)Zeit zu gehen
Es ist nicht immer wichtig sich einzumischen
Es ist nicht wichtig schlau zu sein
Es ist nicht wichtig stark zu sein
Es ist nicht wichtig immer fröhlich zu sein
Es ist nicht immer wichtig sich durchzusetzen
Es ist nicht immer wichtig Bescheiden zu sein
Es ist nicht immer wichtig tollerant zu sein
Es nicht immer wichtig Dinge hinzunehmen
Es ist nicht immer wichtig stets zu kämpfen
Es ist nicht immer wichtig viel zu lernen
Es ist nicht wichtig immer zu funktionieren
Es ist nicht Sinn der Sache zur Maschiene zu werden
Es ist nicht wichtig, wichtig zu sein...

Und selbst wenn man von allen vergessen wird.... bleibt man immer im Gedächtniss des Großen und Ganzen bestehen. Man stirbt dann vieleicht als Mensch, aber leben wird man als Wesen dieser Welt immer fort.

Was nun wichtig ist? Die Antwort steht bereits zwischen den Zeilen :)

Montag, 19. August 2013

Die Macht aus der Dunkelheit

Heute, der Tag... der unproduktivste dieses Jahres. Ganz bestimmt. Ein gräßliches Gefühl nichtmal etwas geleistet zu haben. Heute finde ich meine Lethargie abstossend, oder vllt. war schon eine gewisse Apathie? Keine Inspirationen, keine Motivation, keine Kraft, alles fehlt heute, nahezu alles fehlt. Und immer wieder die Stimmen und das erinneren was man tun sollte. Und das Wissen dass man die Schuld nicht abladen kann. Meine innersten Dämonen nutzen diese Chance und zeigen mir alles schmerzvolle auf und erinnern mich daran, geben mir ein schlechtes Gewissen wenn ich mit Selbstmitleid beginne. Die Geister sagen, dass ich die Kraft dazu alleine wiederfinden muss, dass ich sie alleine erlangen muss. Und dann das Gefühl, dass mir die andere Hälfte von mir das geben kann: Macht. Kraft. Stärke. Sie grinst mich finster an und säuselt mir ins Ohr. Kennt ihr das? Ich denke dass ich so langsam weiss, woher das Gefühl kommt wenn der Geist platzt, weggedrängt wird und etwas anderes übernehmen will, weil es so satt ist. So satt....
Die Todessehnsucht. Sie will nicht den körperlichen Tod, auch wenn es zuerst für einen selber so aussieht. Sie will Veränderung, sie will dass die Kontrolle durch den aktuellen Geist stirbt, dass der aktuelle Geist stirbt. Fanatisch in diesen Nächten, schon fürchte ich sie fast. Wenn die Realität schwindet und die Welt nichtmehr fühlbar wird, auch nur für kurz. Wenn man nirgendwo mehr ist. Wenn man zwar noch merkt dass man da ist, aber seine Seele, sich selbst nichtmehr fühlt, genauso wie die Seele. Und wenn man dann draußen umhergeht und in den Gassen die Dunkelheit sieht. Was zum Teufel meint der Satz: "Wenn du in den Abgrund starrst, so starrt der Abgrund in dich hinein.", oder so änlich. Wär sagte es? Nietzsche? Ich habs grade echt nicht im Kopf. Aber egal... ich verstehe diesen Satz nicht.

Heute kann ich mich selbst nicht Leiden. Für meine Versäumnisse, für meine Schwäche, für meine Ausflüchte, für mein Versagen, meine Ausreden. Und in diesen Momenten verstehe ich wieder wie sie sich anfühlt... die dunkle Macht der Dunkelheit. Wütend ist sie. Und gibt einem doch etwas, aber man weiss genau.... alles was man von ihr kriegt, ist nur geliehen.