Montag, 20. August 2012

Kobald Inferno - Vergeudung

Kehre nun ein durch das erste Tor. Fürchtest du das verruchte Fleisch, welches nach dir geifert? Es ekelt dich, nicht wahr? Die Bäche und Flüsse scheinen auf den ersten Blick normal, doch schau genauer hin. Was da fließt ist kein Wasser, es ist Blutrot. Du ahnst schon was es ist. Die Farbe der Lebenslust, welche dir durch die Adern ausrinnte. Die Klippen aus denen die Bäche entspringen, schau genauer hin. Sie sind Adern, deine Adern. Denn du warst unfähig das rechtzeitig zu erkennen. Du willst in dieses blutrote Wasser tauchen? Dann gib Acht, dass du nicht gefressen wirst von deiner eigenen Lebenskraft, welche dir zu Lebzeiten davonrinnte. Und du es zuließt.
Hörst du das schreien aus diesem Bach hier? Es ist der Zorn der nach Vergeltung schreit, welcher dich zu Lebzeiten zu verschlingen drohte, bis du ihn getötet hast. Hahaha.... es ist zum lachen wie du verzweifelt strampelst.
Ich sehe, wie es deine Haut auflöst, ich sehe alles was deine Haut ertragen musste. All das faulige Fleisch welches eng verpackt war. Hörst du es jauchzen? Dieser Zorn befreit dich, er wird dich jetzt übermannen und auffressen. Du hast ihn verdrängt und nie wirklich herausgelassen, zu kontrolliert warst du. Nur deine Träume warnten dich immer und immer wieder. Schaue hin wie sich deine Muskeln auflösen, wie langsam dein innerstes freigegeben wird. Der Schmerz ist unerträglich, ist er es nicht? Doch kannst du nichtmehr nach Hilfe schreien, denn deinen Hals gibt es nichtmehr. Nurnoch die gefrässige Speiseröhre, die so viel runterschlucken musste. Deine Luftröhre gibt es nichtmehr, denn Lebenskraft hast du eh nie wirklich genug geatmet. Der Schmerz der wie Säure ätzt und wie heisses Wasser kocht, dich siedet. Du spürst ihn ganz genau, mehr als du jemals gekannt hast. Ich habe dich gewarnt, gleich bist du gefressen. Doch wird dies nicht das letzte sein was du erlebst. Denn wie ich bereits sagte, oder andeutete, wirst du hier nicht sterben. Die Chance hast du schon vorher gehabt, sie nicht genutzt.
Hehehe.... siehst du noch etwas? Hörst du noch etwas? Das ist dein innerstes was da schreit und dich frisst, dein innerster Zorn. Die Energie und Lebenskraft die du nie genutzt hast, es nie gelernt hast. Du stagniertest, vegetiertest. Dafür zahlst du jetzt und hier.

Die Dämonen aus deinem Herzen haben dich jetzt noch gerettet. Nurnoch ein Skelett bist du, mit einem Hirn. Das einzige was du am meisten benutzt hast. Doch hast du dennoch überhaupt Gedanken. Erinnerst du dich noch an etwas? Nurnoch an den Schmerz? Oder das was wichtig gewesen ist? Die Reue? Die Reue war der Schmerz? Wenn du das nicht lernen kannst, wirst du bloss erneut gefressen werden. Aber das ist nicht mein Bier, denn eigentlich bist du mir egal, ich kenn dies alles schon zur Genüge.
Wenn du wieder gehen kannst, dich bewegen kannst, dann folge mir weiter den Weg entlang, durch das Tal des Fleisches und vergeudeter Lebenskraft und Potentiale. Es wartet bestimmt noch etwas anderes auf dich als das gefressen werden.

Und mir fällt grade ein. Kleidung wirst du nicht brauchen.
Schließlich ist es das Land des Fleisches. Deines Fleisches.

Kobalds Inferno

Wenn du vor diesen Toren stehst dann weisst du es. Die Schreie die von innen zu dir rinnen, brennen in deinen Ohren. Du weisst es, genausogut wie ich. Einmal durchschreiten musst du durch die ganze Welt reisen die dich da erwartet. Du schreckst zurück, ich schreck zurück, obwohl ich deine Führer hierdurch bin.
Hinter dir die normale Welt in all ihren bunten Farben, in all ihrer menschlichen Heuchelei. Das was am wahrsten an ihnen ist, ist die Sünde die in jedem innewohnt. Und ich spreche nicht von der Erbsünde. Angsteinflössend, nicht wahr? Diese großen steinernen Tore. Siehst du auch diese komischen Ornamente am Rahmen? Das Große Bild auf den Torflügeln? Fallende Engel, brennende Mensche und Kreaturen die wir hier auf Erden nie sahen. So halte nun kurz inne und lausche noch einmal. Was hörst du in dir was gehört werden soll? Glaubst du wirklich so wieder rein zu werden, zu büßen für deinen Verrat? Deswegen begibst du dich in jene grausame Welt? Du bist naiv, wie ich einst. Ehe du dich versiehst wirst du auch Führer in dieser Welt werden. Du wirst fallen wie der Mensch, der sich dem Trieb und der Sünde anheim gibt. Alles erdenklich schlimme wirst du hinter diesen Toren erleben. Alle Schmerzen von denen du glaubst du verdienst sie, werden dir und nur dir passieren. Alle Plagen wirst du sehen, die du dir selbst beschworen hast. Alles Leid was du dir erschaffen hast wird auf einmal über dich hereinbrechen. Wie tief du dabei gehen wirst? Auch das kommt nur auf dich und nur auf dich an. 7 Tiefen? 3? 22? Woher soll ich dies wissen, bin ich etwa du? Ich führe dich nur und warne dich. Willst du nun hinübertreten, in deinem naiven glauben? Oder möchtest du bleiben was du bist, unwissend und ignorant. In einer bunten Welt der Eitelkeit, hinter deren Bühnen die Farben mit Blut und Gedärmen gemischt werden? Wenn du hinübertreten wirst, auf die andere Seite und über den Styxs fährst, wird all dies im mindesten dir passieren. So oft wiedergeboren so oft es nur braucht, bis du gelernt und realisiert hast.

Du willst immernoch hinüber? Dir bleibt keine andere Wahl? Du kannst es nicht sagen? Du brauchst es auch nicht. Denn es interessiert mich nicht, durch dich werde ich frei werden. Und auch so, ich werde sehen. Ich werde dich sehen und nur dich, dein wahres selbst.
So komm herein, wir werden sehen wie weit wir kommen. Wie weit du gehst.
Du wirst niemals mehr frei werden, wenn du aufgbist.
 

Sonntag, 19. August 2012

Driften

Die Phasen driften voneinander ab, immer mehr und mehr. Ich stehe hier in einem Ozean, umgeben von Nacht.m Die Ländereien driften voneinander ab, mehr und mehr, die Grenzen gibt es schon bald nichtmehr. Der Wind driftet immer weiter ab, es ist bald Windstill hier. Ich bin voller Angst, denn nichts hält mich im Moment denn das Wasser unter meinem Füßen. Im Wasser ist nichts, denn die Nacht spiegelt sich hierin. Sehe ich noch die Sterne unter mir, fliegen sie hoch droben allmälich von mir. Denn das macht mir Angst. Die Sterne unter den Füßen zu verlieren. Die Nachtigall wird ebenso immer stiller, schon bald höre ich sie nicht mehr. Es herrscht Stille um mir, schon bald auch in mir. Es müsste eigentlich Frieden bedeuten, doch tut es das für mich nicht, da ich diese Vorzeichen kenne. Sie anders als alles andere nicht von mir gehen, sondern zu mir kommen.
Die Sterne sehe ich nichtmehr, die Zeit fließt nun auch von mir. Das ticken meiner Uhr wird schwächer, der Rhytmus von Tod und Leben trennt sich von mir. Wie lange, bis ich mich von meinen Füßen in dieses Nichts verlier? Alles was bleiben wird ist nichts, denn selbst die Vorzeichen gehen von mir. Ich schreibe noch und sprech zu mir, damit ich mich selbst nicht von mir selbst trenne und verlier. Denn wenn das passiert, existiere ich gar nicht mehr.

Es ist nun, welches ich ein weiteres Kapitel umzier. Worte und wie sie geschrieben werden, daran erinnert sich in ein dutzend Jahren niemand mehr. Es hat keine Bedeutung wie man sie schreibt, ob ich sie recht schreib, gar richtig. Wenn sich das Leben von mir trennt und durch meine Finger rinnt, welche Bedeutung haben diese Dinge dann noch? Wenn alles was bleibt, das Wasser zu meinen Füßen ist und nurnoch meine Leichtigkeit mich darüber hält. Die Furcht zu versinken mich am Leben hält, denn die Leichen von mir starren mich aus diesen Tiefen an und greifen nach mir. Können nicht an die Oberfläche gehen, an mir zehren.
So bleibt mir nur zu hoffen dass mir ein Licht erscheint, mich wie einst erleuchten mag, den Weg mir zeigend. Mir die KRaft gibt, die Motivation und den Mut den Weg zu gehen den ich muss. Denn vieles entzieht sich mir, um mir zu zeigen, zu offenbaren, was einst war in mir.

Womit ich mich befasse

Am besten befasse ich mich Träumen,
denn die Seelen gehören mir
Was ich war spielt keine Rolle mehr,
auch wenn es mich interessiert
Was ich bin spielt keine Rolle mehr,
denn die Seelen gehören zu mir
Ich bin nicht nur eins,
ich bin vieles
denn nur eins

Am besten befasse ich mich mit Wahrheiten,
denn die Lügen gehören mir
Was wahr ist spielt keine Rolle mehr,
auch wenn ich neugierig bin
Ob ich wahr bin spielt keine Rolle mehr,
denn die Lügen gehören zu mir
wider erwarten werde ich es eh bald erfahren,
dass nichts Wahrheit ist,
denn nichts Wahrheit ist
denn nur Lüge

Am besten befasse ich mich mit Illusionen,
denn die Klarheit gehört mir
Was Illusion ist spielt doch keine Rolle,
denn die Klarheit gehört zu mir
Doch will ich,
dass die Illusion mich verlässt
denn eine Wahrheit gibt es nicht,
dadurch erfahre ich den Tod
und das Nichts

Am besten befasse ich mich mit Nichts,
denn alles gehört mir
Am besten befasse ich mich mit allem,
denn mir gehört in Wahrheit nichts
denn Klarheit,
weil sie oft eine Lüge ist

Mittwoch, 1. August 2012

Alles wie immer

Alles wie immer,
alles beim alten
Nichts neues,
soweit okay

Kann nicht klagen
muss ich sagen
Muss ich sagen

Wie immer,
wie auch immer
Nichts neues,
nur neues Nichts
Alles klar soweit,
nichts zu beklagen

Kann nichts sagen,
kann nichts fragen
Alles ist ja klar,
alles ist klar
Muss nur sagen,
feindlich behagen

Wie sagt man,
muss dich klagen?
Wie sagt man,
nichts ist klar?
Deswegen ist alles klar,
denn nichts ist klar
Im Kopf
Im Geist
Alles wie immer,
neues etwas
neues Nichts
Wie auch immer,
so bleibt es scheinbar immer

Freitag, 13. Juli 2012

Immer weiter

Immer weiter voran,
auch wenn der Wind von vorne weht
Immer weiter immer weiter,
bis das er sich endlich legt
Immer vorwärts,
auch wenn Sand in das Gesicht heiss peitscht,
immer weiter
immer vorwärts,
bis dass der Sand aus den Augen weicht

Immer weiter kämpfen,
auch wenn das Eisen das Fleisch verbrennt
Immer weiterringen,
auch wenn es Hoffnungslos ist
Immer weiter immer weiter,
bis dass der Schrei sich aus der Kehle löst
Weiter
Und Weiter
Auch wenn das Ende nicht in Sicht erscheint

Immer weiter vorwärts,
auch wenn die Wunden einen ausbluten
Immer weiter,
bis das sie endlich verheilen
Rastlos sollst du sein,
so bin und will ich es sein
Bis dass der Wind sich legt,
der Sand aus den Augen weicht
das Eisen nichtmehr brennt
bis dass die Hoffnung erscheint,
der Horizont sich legt,
der Schrei der Kehle entweicht
Überall zu hören sei

Dienstag, 10. Juli 2012

Wutenergie

Schon immer wagt er sich heran. Der Umbruch. Seit Wochen und Monaten, nach und nach zerbricht dies und das. Man zieht sich zurück und lässt es geschehen, man weiss nicht wohin man sich wendet. Die Lebenslügen werden einem bewusster als sonst vorher nie. Man verstrickt sich, obwohl die Lösung so einfach, so lächerlich einfach scheint. Losslassen, zurücklassen. Man kommt zu diesem Entschluss, neues, neue müssen her, wenn man nicht absterben will. Wenn man sich für die Apathie entscheidet, für die Lethargie, dann ist es besiegelt. Irgendwann kehrt das Leid zurück in die Hölle, in die persönliche. Doch es bleibt nicht, irgendwann kommt es wieder, wenn der Träumer träumt ohne zu wandeln. Die Verzweiflung kommt wieder und wieder und jedesmal stärker. Solange, bis auch die schwächste Seele sich der Wut und dem Wahnsinn der Wut hingibt und um sich schlägt. Bis die Risse in der Seele zum bersten führen und man sich der Wuternergie ganz hingibt. Das Feuer brennt in der eigenen Energie, es verzehrt, aber es gibt auch Mut neben der Verzweiflung. Wutenergie ist gefährlich, weil Wut Feuer ist. Wenn man damit nicht umgeht und nicht auf das richtet was gerichtet werden muss, dann verbrennt man. Man ist dann ausgezehrt, die Leere die zurückbleibt führt in die neue Apathie und Lethargie und der Kreislauf beginnt von neuem.
Ausser jedoch, man entscheidet sich bewusst für die Wutenergie, die einen nicht die Kraft nimmt, sonder auch welche vorschiesst. Wutenergie als Dämonische Kraft, oder auch nicht, wie man es sieht ist egal. Feuer ist Feuer und teil der Natürlichkeit. Wenn man diese Kraft nicht nutzt, dann erreicht man nichts, die Seele verbrennt, wird gereinigt. Aber wenn man sie nicht nutzt und nur machen lässt, dann verbrennt man nur. Der Magnetismus bleibt, denn der Kern wird nicht vebrannt. Er wird nur verbrannt, wenn auch die Quelle verbrennt. Die Quelle liegt eben nicht dauernd im inneren, sie liegt auch im aussen. Man vergisst das gerne, aber wenn man es nicht vergisst, vergisst man dafür, dass man dennoch verantwortlich genug sein muss. Denn die Quelle beabsichtig es oft vieleicht nicht und sie triggert. Es geht nicht darum die Quelle zu vernichten, sondern das Band zu dieser Quelle zu trennen, denn man vergisst, dass diese Quelle für andere oft eine positive Sache ist. Man tut nichts besseres, wenn man sie vernichtet. Wenn man sich der Wutenergie hingibt, so kann man sich sehr leicht vergessen, zu leicht. Man vergisst viel, zu viel. Und gerade hier wird die Stärke einer Seele deutlich, gerade hier die Kraft des Geistes gesehen, zugleich aber auch die Grenzen erkannt. Kontrolle der Wutenergie... geht es darum? Man vergisst, dass Stärke und Schwäche sehr ambivalent sind. Kontrollfähigkeit allein gehört nicht zur Stärke, aber auch nicht zur Schwäche. Was hier gemeint ist, ist die Fähigkeit mit Wutenergie umzugehen. Dazu gehört es auch, dass man der Wutenergie freien Lauf lässt, wenn es denn sein soll, aber auch sie zu zügeln und zu lenken wenn es nötig ist. Denn wenn man sie nur zügelt und kontrolliert, platzt die Seele. Selbst die stärkste Seele kann nicht unendlich Hass und Wut, dessen Energien aufnehmen, ohne nachhaltigen Schaden zu ertragen.

Doch worum geht es hier? Eigentlich wollte ich etwas anderes schreiben, etwas klagen. Aber das soll wohl nicht sein, nicht in diesem Maße wie ich ihn brauche.
Ich folge dieser Methode, schaue ob dies zu meinem Weg gehört. Der gute Umgang mit Wutenergie, des heraufbrechens der persönlichen, individuellen Hölle, als Kalzination der Seele, für die Seele.
Man sollte nur aufpassen, dass man sich nicht verliert und dieser Energie ganz verfällt, denn dann hat man es verfehlt. Hat nicht begriffen wofür die Wutenergie eigentlich da ist, nämlich zur Abgrenzung, abschaffung, verwertung vom alten, vom Schmutz, vom Dreck, von Dingen die einem Schaden. Möge auf diesem Boden neue Stärke gedeihen.

Auch für mich.